2013 Fuerteventura Bericht

12.01.2013

Um kurz nach 4:00 rappelt der Wecker. Für mich nicht besonders früh aber für Sabine. Es dauert nicht lange und wir sitzen im Twingo um Helmut abzuholen. Bevor es los geht müssen die vereisten Scheiben noch freigekratzt werden. Um 5:30 schmeißt Sabine uns am Kölner Flughafen raus. Um 6:30 trifft der Rest der Truppe ein. Nach dem Check In genehmigen wir uns einen teuren Kaffee 3,40 Euro. Im Flieger bekomme ich einen Fensterplatz, leider. Ich kann zwar einen schönen Sonnenaufgang beobachten aber dafür frieren mir fast die Füße ab und die Außenwand des Fliegers lässt soviel Kälte durch das sich hinter meiner Fleecejacke eine dicke Reifschicht bildet. In Fuerte ist das alles vergessen, blauer Himmel und fast 25 Grad. Wir fahren eine Stunde mit dem Bus bis wir das Hotel Golden Beach erreichen. Die Zimmer sind ok. Wir haben Glück und bekommen noch etwas vom Mittagsbuffet. Es gibt frischen Fisch und viel Salat und Obst. So lässt es sich aushalten. Nach einem Erkundungsgang durch die Hotelanlage gehen wir noch an den Strand um etwas zu chillen, wie Natascha sagt. Jetzt ist es gleich 19:00 Zeit fürs Abendessen. Hier im Hotel wird sogar etwas wert auf die Abendgarderobe gelegt. Keine Strandkleidung. Zum Abendessen ist die ganze Truppe incl. Guides, Thomas und Franky, komplett. Wir erfahren, dass es schon am Sonntag mit dem ersten Fahrtag losgeht. Die Anfänger beginnen am Morgen. Die Fortgeschrittenen fahren um 14:00, also nach dem Mittagessen los.

13.01.2013

Um 6:30 werde ich wach und kann danach nicht mehr richtig einschlafen. Ich krose noch ein bisschen rum und sitze dann um 8:00 mit am Frühstückstisch. Um 9:00 Steht Frank mit seinem VW Bus vor der Tür und sammelt die erste Truppe ein. Ich mache eine lange Strandwanderung und muss mich sputen um wieder pünktlich zum Mittagessen im Hotel zu sein. Irgendwie habe ich beim Laufen das Zeitgefühl verloren. Um 14:00 nehmen wir die Moppeds in Empfang. Die Tour ist für mich schon recht anspruchsvoll. A n den anderen Kracks kann ich nicht dranbleiben, will und soll ich auch garnicht. An einer Steilauffahrt muss ich 3 mal passen ehe ich die Tipps des Guides umsetzen kann und beim 4. Versuch auch oben ankomme, ich hoffe die Kupplung verzeits mir nochmal. Nach dieser Lektion fällt es mir einfacher auch andere Auffahrten relativ locker zu bewältigen. Wir werden einmal von der Umweltpolizei und später nochmal von der Guardia Civil angehalten. Kurz nach 18 Uhr sind wir wieder im Hotel und freuen uns auf ein Bier. Nach dem Essen schauen wir uns noch die Videos von Helmuts Helmkamera an. Jetzt ist es kurz nach 22 Uhr und ich bin ziemlich platt. Mein Unterarme fühlen sich nicht gut an. Das gibt einen kräftigen Muskelkater.

14.01.2013

Das erste mal bin ich heute Morgen gegen 5 Uhr wachgeworden, danach konnte ich nich mehr schlafen. Nach dem Frühstück holt uns Frank mit seinem Transporter ab. Ich bin gespannt was uns heute erwartet. Um es vorwegzunehmen, es war ein Easytrip. Unser Ziel ist Cofete, im Süden der Insel. Einen großen Teil der Strecke legen wir auf Asphalt zurück. Das letzte Stück von Morro Jable aus ist dann wenigstens unbefestigt. Hier sind wir zügig unterwegs. Nach der Caffeepause in Cofete fahren wir an den Strand. Hier ist ein Parkplatz mit einer großen Sandecke in der wir etwas üben. Auf dem Weg zurück zum Hotel verlassen wir an einigen Stellen die Straße um noch ein bisschen Staub unter die Räder zu bekommen. Ich fand die Strecke nach dem gestrigen Tag ok, Peter war ein bisschen am Moppern über den geringen Offroadanteil. Beim Mittagessen erfahren wir, dass Stefan aus der anderen Gruppe, sich irgendwelche Bänder abgerissen hat. Für ihn ist der Endurospaß damit leider vorbei. Den Nachmittag verbringe ich am Pool mit lesen und Walkman. Heute habe ich die ersten Aufnahmen mit der GoPro Kamera auf dem Helm gemacht. Der erste Teil ist nichts geworden, die Linse vom Gehäuse war innen beschlagen.

15.01.2013

Heute ist offizieller Ruhetag. Wer Lust auf Moppedfahren hat kann eine Extratour buchen. Werner, Oliver und ich mieten uns ein Auto und erkunden die Insel. Der Wagen steht um 9:00 bereit am Hotel. Wir fahren durchs Landesinnere bis an den nördlichsten Punkt der Insel. Unterwegs halten wir an einigen Aussichtspunkten. Von hier hat man schöne  Einblicke in die doch sehr trostlose Landschaft. Alles nur braun. An der Küste herrscht ein kräftiger Wind. Die Brandung ist enorm und wirft eine hohe Gischt auf. Man kann von hier aus klar und deutlich die Nachbarinsel Lanzarote erkennen. Über eine befestigte Piste fahren wir nach Caralejo. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu den Dünen von El Jable. Hier würde ich gerne mal mit der kleinen Enduro fahren. Wenn man dabei erwischt wird kostet das etwa 1000 Euro Strafe. Über das Landesinnere geht es dann wieder zurück zum Hotel.

16.01.2013

Nach dem Frühstück bin ich zum „Schwarzmarkt“ gelaufen. Schwarzmarkt deshalb, weil es sich um Ständ e handelt die Schmuck, Sonnenbrillen, T Shirts und allen möglichen Ramsch verkaufen und die Verkäufer sind ausschließlich Schwarzafrikaner. Nach dem Mittagessen sitzen wir ab 14 Uhr wieder auf den Motorrädern. Ich war gerade heute gespannt was mich fahrtechnisch erwartet. Es sollte der beste Fahrtag bisher werden. Heute konnte ich die ganzen Tipps umsetzen und vieles lief völlig locker. Es waren viele anspruchsvolle Passagen dabei die ich völlig problemlos gemeistert habe. Einfach nur geil. Nach dem Abendessen guckten wir uns noch einige Fahrszenen auf Helmuts Laptop an bevor es kurz vor Mitternacht ins Bett ging.

17.01.2013

Nach dem Frühstück waren wir wieder mit Fahren dran. Auch heute wieder ein tolles Streckengemisch. Es hat allen viel Spaß gemacht. Am Nachmittag habe ich etwas gelesen und Musik gehört. Vor dem Abendessen noch 3 Bier mit Peter und Helmut getrunken, bin jetzt schon fast bettreif. Heute sind auch endlich mal meine Filmaufnahmen etwas geworden. Ich habe die offene Rückklappe mit einem Pflaster beklebt und einen Streifen Tempotaschentuch ins Gehäuse gelegt für einen besseren Ton.

18.01.2013

Heute noch mal ausschlafen. Um 14Uhr sind wir wieder mit fahren dran, leider zum letzten mal. Auch für den heutigen Tag hatte Frank wieder eine tolle Strecke zusammengestellt.  Da uns heute eine etwas längere Strecke bevor stand mussten wir auch etwas mehr Asphalt in kauf nehmen, bevor es ins Gelände ging. Von Aguas Verdes, an der Westküste, führte uns eine tolle Streck gen Süden bis nach Ajuy. 130km legten wie heute auf den kleinen Enduros zurück und wir hatten alle noch Lust auf mehr.

Es war eine tolle Woche. Super Wetter, nette Leute, gutes Essen und tolle Endurostrecken.

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