Chile und Argentinien sind von Standard,
Mentalität und Infrastruktur durchaus mit südeuropäischen Ländern
zu vergleichen und einfach zu bereisende Länder.
Das was wir von Peru und Bolivien bereist haben, war auch nicht schwierig,
aber es sind anders geartete Länder: hier gehört man nicht hin,
man ist wirklich nur "zu Besuch" da.
Grundkenntnisse des Spanischen sollten vorhanden
sein. Ganz ohne wird's schwierig. Mehr Spanisch zu können würde
einem wahrscheinlich Tür und Tor öffnen. Das chilenische Spanisch
hat mit dem hier zu erlernenden Castellano nichts zu tun - es ist etwa so:
ein Ausländer lernt Hochdeutsch und kommt dann ins tiefste Bayern....
Aber die Leute sind freundlich und hilfsbereit, so daß man irgendwie
immer durch kommt.
Reiseschecks muß man nicht mitnehmen!
Auch wenn's in den Reiseführern so drin steht. Mit einer normalen EC-Karte
bekommt man auch dort am Bankautomaten (fast) jeder Bank bares. Kreditkarten
werden meist nur von großen Tankstellen und Mittelklassehotels akzeptiert.
Empfehlenswert vielleicht eine Postspar-Card (wie EC-Karte), mit der kann
man 4 Auslandsabhebungen pro Kalenderjahr ohne Gebühren tätigen.
Wer auf Reiseschecks nicht verzichten will sollte sie auf jeden Fall in US
Dollar, statt in Euro, ausstellen lassen.
Neben den Motorradklamotten reichen 3 T-Shirts,
ein Fleecepulli, eine warme Leggins aus. Man kann in jeder größeren
Stadt für kleines Geld seine Wäsche in rd. 4-6 Std. durchwaschen
lassen - oder eben auf der Hand - bei der brutalen Sonne trocknet alles ganz
schnell.
Dunkle Sonnenbrille(n) und guten Sonnenschutz (mindestens SF 15) sind auch
für den größten Sonnenanbeter ein Muß!
Carnet de Passage für alle 4 Länder
NICHT erforderlich (Stand 2003). Gelbfieberimpfung und Hepatitis empfehlenswert.
Bei Verzehr von Speisen und Getränken an irgendwelchen "Straßenständen"
besteht die Gefahr sich Salmonellen einzufangen.
Höhenakklimatisation beachten, da die Höhenkrankheit nicht zu unterschätzen
ist. (Wir haben immer einen 1/2 Tag zzgl. Nacht Zwischenstopp nicht über
3.500 m eingelegt und sind gut damit "gefahren").
Es lohnt sich nicht Kartenmaterial aus Deutschland
mitzunehmen. Für 1000 Pesos gibt es an vielen großen Copec Tankstellen
einen ausgezeichneten, kleinen Atlas "Rutas De Chile" der auch in
jedes Kartenfach paßt. (Download von Reiseseite)
Von der Chilenischen Telefongesellschaft "Telefonica" erscheint
jährlich ein 4 teiliges Kartenset (Norte, Centro, Sur und Rutero Camping)
incl. ausführlichem Reiseführer, allerdings in spanisch. Die Infos
sollen reichaltiger und aktueller sein als im South American Handbook.
Ein Tipp noch an die schreibenden Biker(innen). Nehmt keine Tintenroller mit. Bedingt durch die enormen Luftdruckunterschiede laufen die Minen aus.
